Inhalt
| Name | Gipsabgusssammlung der Universität Hamburg |
| Eröffnung | 1969 |
| Schwerpunkt | Antike Skulptur in Gipsabgüssen für Lehre & Forschung |
| Stadtteil | Rotherbaum |
| Eintritt | Nein |
| Parkplätze | begrenzt |
| Barrierefrei | teilweise |
Auf den ersten Blick wirkt der große Saal mit seinen dicht gestellten Figuren fast wie ein Lagerraum. Doch gerade wegen dieser Anordnung kannst vom Kopf einer Athena direkt zu einem römischen Kaiserporträt wechseln und die stilistischen Unterschiede in den direkten Vergleich ziehen.
Die Abgüsse sind nicht nach ästhetischer Wirkung gefertigt, sondern nach kunsthistorischen Fragestellungen geordnet. Diese Systematik eröffnet dir die Möglichkeit, Proportionen, Standmotive und Gewandführung zu vergleichen.
Die monochrome Oberfläche der Gipsabgüsse führt häufig zu der Annahme, antike Skulpturen seien ebenfalls weiß gewesen. In der Sammlung wird dieses Missverständnis ausgeräumt –schau dir dazu auf jeden Fall die zahlreichen Informationstafeln an. Doch hier in der Gipsabgusssammlung der Universität Hamburg ist es anders, weil die reine Form den Blickwinkel bestimmen soll. Das ist ein didaktischer Effekt, der seit dem neunzehnten Jahrhundert bewusst genutzt wurde.
In vergangenen Sonderausstellungen wurden Themen wie antike Farbigkeit, Restaurierungspraxis oder die Geschichte der Abgusssammlungen im deutschsprachigen Raum behandelt. Dabei ging es nicht nur um Objekte, sondern um die Frage, wie Wissenschaft ihre Methoden reflektiert.
Die Gipsabgusssammlung entstand im Zusammenhang mit dem Aufbau der Klassischen Archäologie an der Universität Hamburg. Seit dem späten 19. Jahrhundert waren Abgüsse ein zentrales Lehrmittel an deutschen Universitäten. Sie erlaubten es, Studierenden bedeutende Werke der Antike zu zeigen, ohne reisen zu müssen.
In Hamburg wurde die Sammlung im 20. Jahrhundert systematisch erweitert. Abgüsse wurden bei spezialisierten Werkstätten bestellt oder von anderen Universitäten übernommen. Mit der Zeit wuchs der Bestand zu einer umfassenden Übersicht antiker Skulpturen.
1969 erhielt die Sammlung eigene Räume. Damit wurde sie nicht nur für Studierende, sondern auch für die Öffentlichkeit zugänglich. In den folgenden Jahrzehnten wurden beschädigte Stücke restauriert und Konzepte weiterentwickelt.
Der Eintritt ist kostenlos.
Parkplatz ❌
Toiletten ✅
Barrierefrei teilweise
Gastronomie ❌
Für Kinder geeignet eingeschränkt
Führungen ✅
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